Mittwoch, 21. März 2012

Ausländer- und Homosexuellenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus&Co. in Luxemburg

Hallo werte Leser,

Seit meinem letzten Artikel über die rege in den Tiefen der luxemburgischen Gesellschaft agierenden rechtsextremistischen Tendenzen des Großherzogtums ist bereits einige Zeit ins Lande gezogen, und in der Zwischenzeit hat sich wieder einmal so einiges getan.

Während die berühmt-berüchtigte Gruppierung "Lëtzebuerger Patrioten" weiterhin abgeschottet vom gemeinen Pöbel in den Abgründen von Facebook ihre vermutlich dem Scheitern geweihten Pläne zur Eroberung Luxemburgs schmiedet, ist vor geraumer Zeit eine neue Gruppe - die zum jetzigen Zeitpunkt bereits 539 Mitglieder zählt(von denen diverse allerdings auch unfreiwillig eingeladen wurden) aus dem blubbernden, glucksenden und stets neue Unholde gebärenden braunen Morast hervorgekrochen, in der die allseits bekannten üblichen Verdächtigen wieder ihre xenophoben, rassistischen und erstmals auch homosexuellenfeindlichen Beiträgen vom Stapel lassen. 
Alleine schon der Name der Gruppierung - "FIR ODER GEINT ASYLANTENHEEMER HEI AN LETZEBUERG ???" (Dan Schmitz' Capslock-Taste scheint seit seinem letzten erbosten Wutanfall mal wieder zu klemmen) - ist äußerst fragwürdig. (Die Seite sollt anscheinend ursprünglich dazu dienen, über diese Frage zu diskutieren - da sie von Dan Schmitz ins Leben gerufen wurde ist es natürlich äußerst wahrscheinlich dass man dort differenzierte und mit tatkräftigen Argumenten bestückte Konversationen führt) Zum einen kondensiert der Titel die komplexe Problematik der Asylanten in Luxemburg auf eine simple Frage, und zum anderen ist es schon bedenklich dass durch die Fragestellung die Option erwägt wird dafür zu sein, dass es in einem Land, das als Demokratie normalerweise auch eine Zuflucht der Toleranz und Offenheit sein sollte, überhaupt erst gar keine Asylantenheime geben sollte.

Unter anderem anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus und Intoleranz, der heute am 21.März 2012 stattfindet, habe ich wieder einmal mitsamt tatkräftiger Hilfe Screenshots zusammengetragen, die äußerst deutlich demonstrieren, dass auch Luxemburg längst nicht vor rassistischen, antisemitischen, xenophoben und ausländer- und homosexuellen Strömungen und Ideologien gefeit ist.

Und ehe die selbsternannten Patrioten wieder lautstark Zeter und Mordio schreien, ich würde ihre heißgeliebte Privatsphäre(es ist natürlich auch äußerst logisch bei einem auf der Ebene des Datenschutzes sehr transparent agierenden sozialen Netzwerk wie Facebook angemeldet zu sein wenn die eigene Privatsphäre so besonders wertvoll und beschützenswert ist) durch das Posten solcher Screenshots verletzen und mich illegal in ihre Gruppen hineininflitrieren: die Gruppe  "FIR ODER GEINT ASYLANTENHEEMER HEI AN LETZEBUERG ???"ist mit all ihren Beiträgen für jeden, der einen Facebook-Account besitzt, öffentlich einsehbar - und dazu muss man nicht einmal Mitglied in der Gruppe selbst sein.
 Zum Einstieg erst einmal etwas leicht Bekömmliches von unserem altbekannten Herr Dan Schmitz(hier noch unter seinem seine wahre Identität sehr effektiv kaschierenden Pseudonym "Daniel Schmitz"). Letzens noch hatte der werte Herr behauptet, er hätte gar kein Problem damit als Rassist bezeichnet zu werden(im letzten Artikel zum Thema sind einige Screenshots von ebenjenen geistigen Ergüssen zu begutachten), und hier macht er seinem makellosen Ruf auch alle Ehre. Sehr freundlich tituliert er die bei einem Überfall in einem Zug beteiligten Gangster als "Drecksnigger(en)" und verfällt in seinem 3.Kommentar in hemmungslose Prahlerei über seine physischen Kapazitäten, die die Kriminellen anscheinend fliegend nach Hause befördern können. Nun, hier wird wohl auch klar wie Dan Schmitz seine Konflikte am liebsten löst: sehr diplomatisch mit roher Körpergewalt - mit seiner sehr schnell ins Vulgäre ausartenden "Argumentation" ist es aber natürlich auch verflixt schwierig Diskussionen  zu führen ohne direkt den Kürzeren zu ziehen.
 Ein Mitglied der Gruppen, namentlich "Jean Crine", fiel in letzter Zeit besonders positiv durch seine mehr oder minder erheiternden Beiträge(die jüngsten homosexuellenfeindlichen, die ich euch etwas später im Artikel zeigen werde, sind jedenfalls alles andere als lustig) auf. In diesem Beispiel greift er ein Mitglied des Musée national de la Résistance an, das - vollkommen zurecht - diverse Beiträge in der Gruppe kritisiert hatte. Die Beleidigungen, die er dabei im Sekundentakt von sich gibt, sprechen jedenfalls für sich und sind ein deutliches Zeichen für die sehr wohlüberlegte und ausgereifte Argumentation und Rhetorik der Patrioten. Jedenfalls sollte man dem armen Kerl, der sich offenbar nicht anders als mit preadoleszenten und sehr tief unter die Gürtellinie fallenden Obszönitäten zu helfen weiß, zugute halten dass er ein gewisses Maß an Kreativität bei der Auswahl seiner Vulgaritäten bewiesen hat. Die desolate Grammatik und Ortographie geben dem Beitrag noch eine weitere zum Kopfschütteln anregende Note.
 Ein gewisser "Krecke Roland" macht dann wiederum auch keinen Hehl aus seiner politischen Gesinnung und fordert gleich vehement in äußerst korrektem Deutsch "auslender raus". Was für eine beeindruckend klare, stichfeste und differenzierte Parole!

 Hier wieder einmal ein Beweis für den sehr subtilen Humor der Patriotenkumpanen. Man beachte auch die Ausdrücke ihrer Heiterkeit - erschreckend, wenn man bedenkt dass da 30-50-jährige Erwachsene, die mit ihren fragwürdigen Ideologien auch noch ernstgenommen werden möchten, noch immer mit Begriffen wie "rofl" herumschleudern um ihr Amüsement auszudrücken. 

Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie sehr sich die selbsternannten Patrioten - in diesem Falle ein gewisser "Brimeyer Tom" - mit Lösungen, die simplistischer kaum sein können, zufriedengeben um weitaus komplexere soziale Problemfelder zu lösen. Als ob Luxemburg auf einmal zu einem Elyisum sondergleichen werden würde, wenn man die Ausländer, die hier wieder einmal sehr degradierend als "Wouscht" dahingestellt werden, ins Flugzeug und nach Hause schicken würde - doch mit dieser Vorstellung geben sich offenbar viele jener Patrioten zufrieden.

Brimeyer Tom setzt dann aber noch einen drauf: unter einem Artikel zum Thema Taschengeld für Asylbewerber - das meiner Meinung nach mit 7,50€ pro Tag für jene, die nicht beköstigt werden, eine regelrechte Entwürdigung darstellt, da man sich davon kaum etwas leisten kann(und das die Patrioten trotzdem noch immer als zu hoch angesetzt empfinden) - fordert Brimeyer Tom, dass man Serge Kollwelter - der vollkommen zurecht ebendiese Kürzung des Taschengeldes kritisiert hatte - gleich "erschießen" sollte. Traurig, dass Empathie und Sympathie gegenüber Ausländern mit solch Auswüchsen an Hass abgestraft werden.

 Jean Crine hingegen fällt allerdings nicht nur durch seine vulgären Ausbrüche, die locker an die eines Dan Schmitz' heranreichen, auf, sondern auch durch seine ausgeprägte Islamophobie, die er im obenstehenden Screenshot eindrucksvoll darlegt. Dort fabuliert er von "Landesverrätern", die ihren Mitbürgern angeblich in den Rücken fallen, indem sie sich für Ausländer - und laut ihm "besonders schlimm" - Muslime einsetzen. Dann gebraucht er den doch sehr negativ konnotierten Begriff der "Volksverräter", der durch - wie Brecht sagen würde - seine faule Mystik, unangenehme Erinnerungen erwachen lässt. Jene "Volksverräter" begehen anscheinend einen "menschenverachtenden" Akt, indem sie Muslime(oder wie er sie nennt: "Islamen" - wahrscheinlich wollte er dabei "Islamisten" schreiben, und dabei macht er nicht einmal einen Unterschied zwischen Islamisten und Muslimen - die sind ja so oder so allesamt brandgefährliche Terroristen)in Schutz nehmen. Er beschimpft Muslime desweiteren als "Wouscht" und findet es unverschämt, dass solche "Drecksnationen" unterstützt werden, und beklagt die Hinrichtung von Katholiken in jenen Ländern.
Natürlich gibt es islamisch geprägte Länder, in denen Katholiken unterdrückt und verfolgt werden(genauso wie es islamische Länder gibt in denen sie mehr oder minder in Eintracht nebeneinander leben), aber es ist vollkommen falsch und unzuverlässig stigmatisierend allesamt globalisierend als katholikenhassend darzustellen - es gibt mehr als eine Milliarde Muslime auf der Welt, und nur ein ganz kleiner Bruchteil davon ist überhaupt erst extremistisch. Leider ist es genau ebenjener Teil der Glaubensanhänger der offenbar einen bleibenden Eindruck bei Menschen wie Jean Crine hinterlässt und die er als represäntativ für ihre gesamte Glaubensgemeinschaft einstuft.
Schließlich verfällt er in wirre Führerfantasien und spricht von seinen - sofern er an die Macht gelangen sollte, wovor er selber all seine Feinde bereits warnt  - grandiosen Amtshandlungen, und die wahrscheinlich alle Probleme Luxemburgs mit einem Schlag lösen würden: er möchte kurzerhand alle "Islamkrüppel" und "Volksverräter" in die "Islamlänner"(dabei präzisiert er interessanterweise nicht einmal um welche es sich denn nun letzendlich dabei handelt) zurückschicken und Luxemburg von "Unrat"(man beachte die menschenverachtende Konnotation dieses Wortes und rufe sich dann wiederum seine vorherige Aussage, Menschen, die eben jenen "Unrat" in Schutz nehmen, wären menschenverachtend)  und "Verrätern" "putzen". Einmal tatkräftigen Applaus für diese überzeugende politische Lösung!
Im 2.Kommentar dann schließlich stellt er in gewohnter Capslock-Manier bereits einige Wahlslogans auf, die dieses Mal sogar in konfuse und beunruhigende Rassentheorien ausarten. "ISLAM AS KENG RASS, MAIS DRECK!" Stimmt, der Islam ist auch keine Rasse, sondern eine Religion. Will er damit etwa implizieren, dass alle Angehörigen des Islams der gleichen "Rasse" angehören, die unser werter Jean Crine als so minderwertig einstuft dass sie nur als "Dreck" bezeichnet werden kann?
Welch überaus sympathischer Kerl!

 Auch antisemitische Tendenzen lassen sich bei Danz Schmitz und Carlo Charles Schiwago ausmachen. Beide beanspruchen laut Dan Schmitz offenbar das Wissensmonopol über das was im 2.Weltkrieg wirklich geschah für sich, während Carlo Charles Schiwago munter willkürlich gewählte Anschuldigungen gegenüber Israel und orthodoxen Juden in den Raum schmeißt und aus dem Zusammenhang gerissene Nachrichten postet, um seine Feindseligkeit Israel gegenüber zu zementieren. Sehr amüsant ist auch Dan Schmitz' vollkommen aus der Luft gegriffene Behauptung, der "Kommunismus" hätte 100 Millionen Todesopfer auf dem Kerbholz, was natürlich auch gerade überaus hervorragend zum Thema Palästinakonflikt passt. Zu ersteinmal waren jene Diktaturen unter Stalin, Mao&Co. verzerrte Visionen eines kommunistischen Staates, die nicht im Entferntesten an das erinnern was  Karl Marx sich einst unter dem Begriff "Kommunismus" vorstellte. Zum anderen sind solche Schätzungen von Todesopfern oft sehr vorsichtig zu genießen - besonders wenn Dan Schmitz sie ohne Quellenangabe in den Kommentaren zu einer "Diskussion" über Israel und den Palästinakonflikt - dessen Komplexität hier übrigens wieder einmal auf simple Phrasendrescherei reduziert wird - postet.
Dan Schmitz gibt dann noch einmal mehr wieder sehr offen und herzig zu, er sei eben ein Rasisst, aber dafür immerhin nicht schwul. Als wäre diese Aussage nicht schon himmelschreiend lächerlich genug, verfällt er wieder in seine typische Stammtischpolemik, bei der er vollkommen aus dem Kontext gegriffen auf des Patrioten Lieblingssündenbock - den hinterhältigen AUSLÄNDER - eindrischt. Man beachte auch die erheiternde Unsumme an Ausrufezeichen hinter seinem Beitrag, die wahrscheinlich die Aussagelosigkeit seiner Worte kaschieren und ihre Wirkung künstlich verstärken sollen.

Doch Dan Schmitz wäre nicht Dan Schmitz, wenn er nicht noch ein Ass im Ärmel parat hätte, um seine grausamen Linkgrünenkifferislamistenverteidigerfeinde zu verwirren und in den Nebel des Unwissens zu schleudern! Und zwar behauptet er in einer erneuten rhetorischen Glanzleistung seinerseits, ein gewisser "Laurent de Luxembourg", mit dem er sich gerade in einer hitzigen Diskussion befindet, wäre schwul, aber er selbst, Dan Schmitz, dafür "kein Rassist". Diese Logik muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen!

Der vorhin bereits erwähnte Jean Crine geht allerdings noch einen Schritt weiter und gibt dann auch noch seine homosexuellenfeindliche Weltsicht preis, die einem schier die Sprache ob der unglaublichen, wahrhaftig ekelerregenden Intoleranz verschlägt und bar jeder Beschreibung ist - letzendlich setzt er noch einen drauf indem er äußerst infantile homosexuellenfeindliche Witze postet. Der Screenshot über dem hiesigen Text bedarf dahergehend keiner weiteren Worte. Dass "Carlo Charles Schiwago" dann auch noch behauptet, er wäre lieber Rassist als homosexuell, da er dann immerhin kein "Fehler der Natur" wäre, lässt endgültig beunruhigende Erinnerungen an die NS-Ideologie erwachen, die Homosexuelle gnadenlos verfolgte, umzuschulen versuchte und umbrachte.

Nachfolgend wollte ich euch auch noch einige sehr auffällige Verbindungen zwischen jungen ADRenalin-Politikern - namentlich Joé Thein und Timo Müllenheim - und einigen luxemburgischen Leuten mit klar rassistischen Tendenzen aufzeigen. Dabei rühmen jene Jungpolitiker sich stets, jeglichem Extremismus feindlich gesinnt zu sein, pflegen aber offenbar in mehr oder minder großem Ausmaß Kontakt zu diversen Personen die rechtsextremistische Ideologien verfolgen.


Diesen Screenshot fertigte ein Freund meinerseits an. Er zeigt sehr deutlich Joé Thein - Gemeinderatmitglied in Pétingen, eine luxemburgische Gemeinde mit sehr hohem Ausländeranteil -  bei dem Versuch, den Schulprotest gegen die neue Reform zu politisieren und seine (opportunistische) Solidarität zu den Schülern zu zeigen(wahrscheinlich erhoffte er sich so die Sympathie der Schüler für die ADR zu erwecken und Stimmen zu gewinnen). Neben ihm steht klar erkennbar Steve Wulfrik Melmer - ein alter Bekannter, der bereits in der NDU(seht euch dazu auch diesen Artikel an, dort sind einige seiner Beiträge auf Screenshots zu sehen)aktiv war und auch diverse ausländerfeindliche Parolen von sich gab. Auf seiner Profilseite auf Facebook stehen dazu noch Zitate von Landser, einer Band, die sich ganz klar dem rechtsextremistischen Milieu zuordnen lässt. Bedenklich, dass ein Gemeinderatsmitglied mit solch dubiosen Bekanntschaften verkehrt und sich auch noch mit ihnen ablichten lässt - und es wäre nicht das erste Mal dass er mit ihnen sympathisiert, immerhin stand Joé Thein bereits auf der Seite der "Lëtzebuerger Patrioten" bei den Protesten in Pétingen gegen die Errichtung von Containern für das Unterbringen von Asylanten in Containern(hier nachzulesen, ganz am Ende des Artikels)


Auch Timon Müllenheim von der ADRenalin darf sich glücklich schätzen - ihm hat immerhin eine wahre Rassistenprominenz zum Geburtstag gewünscht! Es ist wahrlich wunderbar wenn man solch überaus freundliche Menschen, die kein Problem damit haben als Rassist bezeichnet zu werden und immer wieder in erboste vulgäre Ausbrüche verfallen, bereitwillig in der eigenen Freundesliste stehen hat. 

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit - ich werde euch auch in Zukunft auf dem Laufenden halten! Besucht auch unbedingt die sehr empfehlenswerte Seite Pierre Peters? Nee Merci - dort werden immer aktuelle Nachrichten und Beiträge zum Thema angeboten.

Mit freundlichen Grüßen,
Maxime

Mittwoch, 25. Januar 2012

Mensch

Mensch.
Gelegentlich, wenn meine Gedanken in sanft dahinfließenden Abendstunden untertauchen und abschweifen in die Tiefen der Gewirre meines Bewusstseins, und ich das Wort "Mensch" und dem ihn von uns zugedachte Meinung - uns - durch es gleiten und immer wieder lautlos in meinem Kopf ausspreche, bis es jeglichen Sinnes beraubt wird, gesellen sich andere assoziative Gedanken hinzu, die dieses Wort und der ihm anhaftenden Bedeutung ausleuchten und die im Strom des Bewusstseins folgen.
Mehr oder minder 7.000.000.000 Menschen leben, leiden, lernen, schwelgen, starren, sterben, freuen, fürchten, feiern, existieren und sind in diesem Augenblick, tun all dies als schweigendes Kollektiv verstreut über die ganze Erde, unabhängig vom eigenen Ich, und dennoch bis zu einem gewissen Grad beinflusst von jedem Individuum.
Diesem bruchstückhaft agierenden und letzendlech doch durch zahlreiche Zahnräder miteinander verbundenem Kollektiv, der Menschheit, ist eigentlich ein ziemlich absurdes und von Zufällen geprägtes Dasein zugedacht, wenn man es so recht bedenkt. 
Ein sich vielleicht unserer Erkenntnis in seinem Ursprung auf ewig entziehendes Ereignis, unendlich lang vor der Lebensspanne eines Menschen angesiedelt - namentlich der Urknall - ein reiner Zufall, ausgelöst vom Nichts selbst, sorgte dafür dass wir vom Nichtsein ins Sein übergleiten und das Menschsein überhaupt erst ermöglicht wurde. Die Menschheit selbst wurde schließlich mehrere Jahrmilliarden später in jenes durch den Urknall entstandenes Universum hineinkatapuliert; um ihn herum die feindseligen Ungeheuer des Kosmos - Sonnenstürme, schwarze Löcher, Strahlungen, Supernovas - bei denen die Menschheit, so zahlreich sie auch sein mag, binnen eines Lidschlags aus dem Universum getilgt werden könnte und es in der gähnenden Leere nicht einmal auffallen würde. Ewig kreisend, ewig windend zieht sie auf dem Gesteinsbrocken Erde, kaum mehr als ein Staubkorn im Angesicht der Weiten des Universums, ihre Bahnen durch die Schwärze, selbstständig nach einem Sinn strebend inmitten all dieses Chaos, das wir mittels unseres eigenen menschlichen Bewusstseins, unserer Vernunft und mithilfe von physikalischen Gsetzen zu erklären versuchen und letzlich doch nicht erfassen, da das Bewusstsein des Menschen nach Ordnung strebt und Ordnung im Universum letzlich nur eine vom Menschen errichtete Illusion ist. Der Faktor Chaos ist omnipräsent.
Eben jenes Bewusstsein in all seinen Facetten, das unser Universum zu erklären versucht,  - falls wir denn letzendlich überhaupt eins besitzen sollten - ist es was uns Menschen gleichzeitig auszeichnet, prägt und verdammt, und unser Menschsein kennzeichnet. Es ist individuell und doch gleichzeitig kollektiv, jedoch in verschiedenen Formen vorhanden. Unter anderem sorgt es dafür, dass wir uns selbst und unserer Umwelt bewusst werden und danach streben, sie zu erklären und zu verstehen - all jene  Prozesse, die seit dem Beginn unseres Dasein  unser Leben bestimmen. Wir haben die Ordnung, Maßeinheiten und Gesetze erschaffen - letzendlich alles eine vom Menschen ausgerufene Improvisation, die versuchen soll, all das Chaos, aus dem das Universum besteht, zumindest für uns in geregelte Bahnen zu lenken. Dies gelingt nicht immer - das fängt schon bei unserem Zeitempfinden an. Hier sei erst einmal in den Raum gestellt, ob so etwas wie Zeit in seinem vom Menschen dargestellten linearen Verlauf überhaupt existiert, alleine schon aufgrund der Tatsache dass sie komplett relativ und nur schwer einschätzbar ist. Das Jahr besitzt zwar 365 Tage, doch durch diverse Ungereimtheiten gibt es alle 4 Jahre ein Schaltjahr, und der Tag mit seinen ihm vom Menschen zugedachten 24 Stunden wird im Laufe der nächsten Jahrmillionen auch immer länger.
Wir versuchen, Geschehnisse im Universum und auf der Erde mit mathematischen und physikalischen Berechnungen zu verstehen, verleihen der Natur die Mathematik als Sprache und Ausdrucksweise, und doch verbleibt immer mindestens ein unberechenbarer Faktor Zufall, der alle sorgsam aufgestellten Berechnungen wie ein brüchiges Kartenhaus in sich zusammenstürzen lässt. Wir sind ein Glied in der Kette der Ereignisse und Zufälle, die sich auf der Erde und im Universum ereignen und sich gegenseitig bis zu einem gewissen Grad beeinflussen, doch sind letzendlich nicht dazu befähigt, etwas am letzendlichen Endprodukt zu ändern. Wird der Mensch jemals die Fähigkeit dazu besitzen, diese Kette in ihrer Gesamtheit zu erfassen?
Wir sind uns als einzige Lebewesen unser eigenen Sterblichkeit bewusst und streben deshalb umsomehr danach, dem Tode zu entrinnen und unser Leben so gut wie möglich zu meistern, ehe wir hinfortgleiten. Gleichzeitig verleitet das Bewusstsein in seinen grausamen und verzerrten Zügen den Menschen zu Dingen, die ihn auch leider letzendlich zum Menschen machen und ihn in negativer Art und Weise von Tieren abheben. Es gibt kein Tier, das bewusst quält und sich daraus ein Gefühl der Überlegenheit, Macht oder Befriedigung erschafft, doch der Mensch kann dies ganz bewusst tun und tut es auch, seit jeher. Das Nichtbewusstsein über die eigene Sterblichkeit lässt einen auch die Sterblichkeit der anderen vergessen, und somit töten Tiere einander ohne sich darüber bewusst zu sein, was sie denn eigentlich da tun. Dieses instinktive Handeln hat der Mensch auf seinem Wege zum Menschen abgestreift, er vermag sogar den Tod anderer im Voraus zu planen, ohne einen instinktiven Grund. Trotz all seiner verachtbaren Verhalten, hervorgerufen durch eben jenes Bewusstsein, hat er sich zur Krone der Schöpfung aufgeschwungen - und eben jenes Bewusstsein verleiht dem Menschen auch das Gefühl der Überlegenheit, den Drang zu besitzen und über Macht zu verfügen, das ihn wiederum in den Sumpf der Grausamkeiten waten lässt.
Spätestens seit dem 1.Weltkrieg, in der die ganze Desillusion des Menschseins als heulende Bestie aus den rauchenden Trümmerfeldern Europas hervorkroch und den Menschen bewusst wurde, dass der Mensch dem Menschen der größte Feind ist, stellt man sich die Frage nach dem Warum. Warum stürzen sich Menschen immer weider in Kriege, tun einander unaussprechliche Dinge an und degradieren das Menschsein selbst? Gehört dies letzendlich zum Menschsein hinzu? Ich glaube nicht an solche einseitigen Einteilungen in "Gut" und "Böse", dazu ist der Mensch viel zu viel facettenreich und vom moralischen Standpunkt aus ist dies auch immer schwierig einzuordnen. Doch ist letzendlich nur der Mensch dazu fähig, Dinge, die anderen bewusst schaden, zu tun, um seine eigenen Vorteile oder welche niederen Gründe auch immer daraus zu ziehen? Gehört dies einfach zum Dasein als Mensch dazu, oder werden wir eines Tages dazu befähigt sein, all jene Abgründe die unsere Schattenseiten aufreißen auch wieder zu schließen?
Das Menschsein ist eine Bürde, nicht zuletzt wegen des Bewusstseins, und stets keimt in mir die Frage, welche verschlungene Pfade die Zukunft der Menschheit einschlagen wird. Letzendlich ging es seitjehr doch darum als Mensch gegen die Ungeheuer des Universums, um sich herum und letzendlich auch gegen jene in sich selbst anzukämpfen, stets irrend und stürzend, doch immer wieder sich aufrappelnd. Es gibt kein Ziel, keinen Sinn, keine Erlösung, kein Paradies, keinen liebenden Gott am Ende, und doch streben wir stets in eudämonistischer Art und Weise nach der Perfektion, unserem eigenen Paradies, dem Glück eines jeden einzelnen Menschen, dem eigenen Glück und nach Frieden. Und es ist immer genau jenes Scheitern vor der Perfektion und das unerlöste Sehnen nach ihr das uns zum Menschen macht und uns stets weiter nach vorne streben lässt. Denn wir besitzen auch das Bewusstsein, anderen zu helfen und einander letzendlich ein besseres Leben zu verschaffen, wenn wir uns nur gewahr werden, dass Nationalitäten und simplistische Einteilungen in verschiedene Arten von Menschen letzendlich auch nur Improvisationen des menschlichen Geists und Bewusstseins sind und darüber hinwegtäuschen, dass wir alle nur eines sind: Menschen. Und dies stets gemeinsam.

Freitag, 20. Januar 2012

Lorgthars mythische Schreibkammer feiert 1 Jahr!

Hallo werte Leser,

Kaum zu glauben, dass bereits ein Jahr ins Lande gezogen ist: Lorgthars mythische Schreibkammer feiert heute den 1.Geburtstag - am 20.Januar 2011 ging der erste Artikel online. Seitdem hat sich viel ereignet, und an dieser Stelle möchte ich mich bei allen Unterstützern, Fans und Followern bedanken die Lorgthars mythische Schreibkammer mit aufgebaut, unterstützt und weiterverbreitet haben. Ohne euch wäre dieser Impakt niemals realisierbar gewesen, und deswegen: auf ein weiteres Jahr mit euch!

Zum Jubiläum hier noch einige Zahlenspielereien und ulkige Anekdoten, um das 1.Jahr von Lorgthars mythische Schreibkammer passend zu illustrieren:

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Die 10 häufigsten Suchbegriffe die Besucher zu diesem Blog geführt haben:


"letzebuerger patrioten
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Die besten vor Intelligenz triefenden Kommentare(zumeist bezüglich meiner Artikel gegen Rechtsextremismus in Luxemburg):

Anonym 
Dec 7, 2011 11:34 AM 
Ech gesinn elo hei an deem ganzen Scheiss vun deem Maxelli Weber oder Lorgthar Schweinekammer net waat op Rassistesch Nazistech Brongistesch oder esou soll derbei sin. et ass nemmen Wourecht waat dei Leit soen an waat vill Leit denken hei am Land. Ausser fleicht dei Lenk an dei Greng Dölpessen. Josephine Mutzenbacher.
Anonym
Nov 28, 2011 03:30 PM 
Bascht dau op de Kapp gefall du schwanzlutscher,säifs de nach esouvill Wain du aal Quetsch do wanns de keen mei kriss dan treppel owes op kockelscheier,do kriss de waats de brauchs du puffmudder muhahahahahahahahahaha

Anonym
Nov 25, 2011 01:02 AM 
Monsieur, dir schreiwt emmer souvill, mee et ass dach kee Mensch den daat interesseiert.
Dir schengt jo vill Zeit ze hun aer Nues an Saachen eranzestiechen dei iech naicht unginn an dann veröffentlecht Dir och nach Kommentaren mat den Nimm dobei, vun engem Gruppe den op Facebook als "Geschlossen" fontionneiert. De Schoss keint awer mol no hannen lass goen an iech masseg Problemer machen, sou wei dei Leit virun mir et jo schon gepost hun. Ech gesinn Aeren Artikel einfach nemmen als pubertärt Gesteppels geint eng Gruppe vun Leit, dei einfach Nues voll hun vun der Politik wei se de Moment hei am Land gedriwwen gett.
Anonym
 Nov 25, 2011 01:54 AM 
Oh Jemine, wat as dat do dann fir een mëllen? Wann ech den geistig Müll do liesen wees ech net ob ech soll lachen oder kréichen. Den schéngt maer een fermen Defizit ze hun. Och genannt einen Riss im Keks.

Anonym 
Nov 25, 2011 10:07 AM 
Naicht besseres zedin, mengen machen och mol esou en block(sic!) op. An ech well gaer daat main numm do eraus kennt, well daat as Rufmord ma leiwen jong
Anonym 
Aug 30, 2011 11:32 PMUn den Auteur vun dem Blödsinn hei. Hudd dir dann nach net gemierkt, dass keen Mensch sech fir aert dommt Gebraddels interesseiert??? Dir schreiwt dauernd Geschichten an et ass keen Mensch, den eppes dozou kommenteiert, mat Ausnahm vun deser Geschichtg. An do kommt dir net gutt eweg. Also et wär vlait besser, dir geeft aeren Hobbyjournalismus un den Nol hänken, well souer wei iech fent een op all Strooseneck.





Donnerstag, 24. November 2011

Ein beunruhigender Blick in die Vereinigung der "Lëtzebuerger Patrioten"

Hallo werte Leser,

Knapp 3 Monate sind seit meinem letzten Artikel über rechtsextreme Strömungen in Luxemburg - damals(und nach wie vor) unter der Form der "Lëtzebuerger Patrioten" auftretend - vergangen. Man könnte also fast annehmen, dass diese vergleichsweise lang anhaltende Zeitspanne ein positives Indiz dafür wäre dass sich das Phänomen der "Lëtzebuerger Patrioten" genauso schnell wieder in seinen Sumpf, unter dessen brodelnder Oberfläche fremdenfeindliche und erzkonservative Ideologien schlummern, zurückgezogen hat wie es aus ihm, mit anfangs taumelnden Schritten(man bedenke nur dass der nicht zu subtiler Argumentationen neigende Dan Schmitz einen nicht zu verachtenden Führungsposten im neuen Verein bekleidet - was bei seinem latent aufbrausenden Charakter, der sich regelmäßig in vulgären Eruptionen äußert, längst zu innervereinlichen Konflikten hätte führen müssen), hervorgekrochen ist.

Tatsächlich jedoch ist genau das Gegenteil der Fall. Nachdem einige Zeit schon eine fast schon beunruhigende Stille um die "Lëtzebuerger Patrioten" herrschte und Fragen aufgeworfen wurden, ob sie sich nicht schon längst wieder aufgelöst hätten, meldeten sie sich zurück, zuallererst indirekt: Meldungen über die Facebook-Gruppe, die mittlerweile über 100 Mitglieder zähle und die innerhalb ihrer damals noch offenen Grenzen ihre rassistischen Ansichten hinausposaunten, machten die Runde, die sich schließlich sogar bis ins nationale Fernsehen einschlichen. Zur besten Sendezeit lief ein Bericht über rassistische Strömungen aus Luxemburg im Internet auf RTL, bei dem - oh welch Wunder! - auch unsere "Lëtzebuerger Patrioten" genannt wurden und sogar ein paar Mal für einige Sekundenbruchteile der Name von Dan Schmitz über die Mattscheibe flimmerte. Dies zog gleich auch wieder die Wut des Directeur Général des Vereins, Francis Soumer(der schon das "Tageblatt" wegen eines vergleichsweise harmlosen Berichts verklagen wollte)auf sich, der sich über den Bericht aufregte und wieder einmal versichern musste, dass sie beileibe "keine Rassisten" seien. Kurz nach dem Senden des RTL-Berichts sperrten sie die Gruppe der "Lëtzebuerger Patrioten" für die Öffentlichkeit.
Ich machte mich gleich daran, durchaus aufgewühlt über diese neuen Entwicklungen, daran, mich in die "Lëtzebuerger Patrioten"-Gruppe hineinzuinfiltrieren(was mir dank eines äußerst simplen Tricks auch gelang und, zumindest am Anfang, keine Aufmerksamkeit erregte - schließlich aber flog es doch nach einigen Tagen auf durch ein weiteres zum Kopfschütteln anregendes Kapitel im Kontext mit den "Lëtzebuerger Patrioten", nämlich dem Protest gegen die Unterbringung von Asylbewerbern in Containern nahe der Pétinger Grundschule, aber dazu später mehr), um herauszufinden, ob Francis Soumer Aussagen, die er der Öffentlichkeit in seinen Leserbriefen an die renommierte und seriöse Wochenzeitschrift "Lëtzebuerg Privat" präsentiert, auch wirklich stimmen:


Dies ist, wie ich bereits nach kurzer Zeit herausfand, absolut nicht der Fall. Auch wenn man die "Lëtzebuerger Patrioten" aufgrund einiger illustrer und auffälligen Gestalten in ihrer Mitgliederriege nicht besonders ernstnehmen sollen - manche Beiträge von ihnen lassen eine äußerst radikale Fremdenfeindlichkeit durchschimmern, das sie unter dem Deckmantel sozialen Samarittertums(indem sie angeblich den armen, armen Luxemburgern unter die Arme greifen wollen, da sonst ja nur die bösartigen und blutsaugenden Ausländer Hilfe erhalten)versuchen zu verbreiten, wie jüngst ihr erster öffentlicher Auftritt bei dem Protest gegen die Unterbringung von Asylbewerbern in Containern nahe der Pétinger Grundschuler deutlich aufzeigte. Interessant ist auch hier die Involvierung des Péitenger Gemeinderatsmitglieds Joé Thein, aber dazu später mehr.

Dies zeigt sich deutlich in den Beiträgen in der "Lëtzebuerger Patrioten"-Gruppe, die ich euch nachfolgend zeigen werde.


Im oben aufgeführten Beitrag geht es zuersteinmal um die Stellung der ADR bezüglich der Handhabung von Wirtschaftsasylanten und Kriegsflüchtlingen. Die ASTI wird hier gleich von einem gewissen Eric Frohberg äußerst wortgewandt als "Spasti"(ein wahrhaftiger lyrischer Jongleur der luxemburgischen Sprache)verulkt und kritisiert die Stellung der schon so nicht besonders als ausländerfreundlich geltenden ADR gegenüber Flüchtlingen als zu freundlich. Jhempi Van Der Biff(noch ein alter Bekannter aus den glorreich zu Grunde gegangenen NDU-Zeiten)scheint deutlich milder als Eric gestimmt zu sein, ist jedoch der Meinung, dass die Asylanten in ihr Land zurückkehren sollten, sobald sich die Lage dort beruhigt habe.
Was ist der Sinn dahinter eine Familie mit vorbildlichen Asylanten gleich wieder nach Hause zu schicken, wenn diese sich an Luxemburg gewöhnt haben(schließlich ist längst nicht klar, wie lange sich so eine Krisensituation zieht), ihre Kinder in die luxemburgische Schule gehen und sie sich hier wohlfühlen, sich die Situation in ihrem Heimatland aber angeblich "gebessert" hat? Sollte diesen Menschen nicht auch vergönnt sein in Luxemburg zu bleiben? Natürlich ist unser Land von den Infrastrukturen her zu klein, um jedwede Asylanten aufzunehmen - aber wir sollten schon alleine aus Gründen der Menschlichkeit versuchen, soviele wie mögliche von ihnen bei uns willkommen zu heißen und ihnen helfen, eine bessere Zukunft zu ermöglichen.
Francis jedoch macht Jhempis Beitrag, der leichte Hoffnung auf Überbleibsel von gesundem Menschenverstand unter den Patrioten erweckte, wieder zunichte. Ohne zwischen Wirtschaftsasylanten und Kriegsflüchtigen zu differenzieren(wobei es in der Diskussion vorher um letztere ging), fällt er gleich pauschalisierend über sie alle her und behauptet, sie alle kämen nur des "€" wegen hierher und meint dann in einem mit leichter Paranoia befleckten Einschub sie würden sich dann noch "freckt laachen". Klar doch, die kommen nur hierher um Geld einzustecken und dann nach 3 Monaten wieder freiwillig abgeschoben zu werden und um sich daraufhin über unsere Leichtgläubigkeit totzulachen. Darüber, dass sie während dieser Zeit soziale Kontakte knüpfen und eine Beziehung zu den Menschen in Luxemburg aufbauen könnten, trotz der anfänglichen wirtschaftlichen Interessen, verliert er jedoch kein Wort. Kurz darauf setzt er noch einen drauf und holt mit dem Vorschlaghammer aus, um sie gleich alle umfassend als "Woucht", also "Dreck", zu bezeichnen und stempelt allesamt als Kriminelle ab, ohne in seinem Satzbau irgendeine Differenzierung zwischen kriminellen Banden und normalen Wirtschaftsasylanten zu machen. Wieder sickert hier die Paranoia durch, dass die anderen Länder ihre kriminell gestimmten Einwohner nach Luxemburg befördern wollen um sie loszuwerden.


Immerhin scheint eine gewisse Einsicht bei den "Lëtzebuerger Patrioten" einzutreten - Dan Schmitz ist die ewigen Anfeindungen und Beschuldigungen entgültig satt und gibt lieber gleich direkt in geradezu resignativer Haltung zu, ein Rassist zu sein, solange er seine Ansichten vertreten kann. "Rassist - Na und?" - welch wunderbare Punchline dies für kommende Propaganda-Kampagnen der "Lëtzebuerger Patrioten" wäre. Seine wirren, zusammenhangslosen Hiebe gegen Asylanten und Ausländer und Immigranten(der Unterschied scheint ihm ja sowieso herzlich egal zu sein), die für alles Leid der Luxemburger verantwortlich zu sein und an ihre Kinder, Häuser und Haustiere gehen wollen enden in der Unterzeichnung "Een Rassist". Vortreffliche Leistung, Herr Dan! Solch ein Textstück von ihm ohne einen vulgären Ausrutscher ist eine wahre Rarität.



Drei andere Mitglieder scheinen ihn nach einigen eklatant müden Witzeleien gegen Ausländer und Asylanten ihrseits, die kaum das Niveau einer lärmenden, betrunkenen Gruppe Grundschulkinder übersteigt, dann aber von seinem offenherzigen Coming-Out bewahren zu wollen(möglicherweise aus Angst nachher noch selbst als Rassist denunziert zu werden dank ihrer Zusammenarbeit mit dem Herrn Dan) Eine gewisse Jessy sagt, er würde nur die Wahrheit sagen die manche Leute nun mal nicht gerne sehen würde. Nun, dies tut er in der Tat - er gibt offenherzig zu ein Rassist zu sein, und dies wollen seine Patriotenbrüder offenbar nicht einsehen. Welch Schande!


Und die leidlich witzigen, profanen Wortspiele mit der Asti wollen beileibe auch nicht aufhören...anstelle sich ernsthaft mit einem Thema zu befassen und Lösungsvorschläge zu formulieren, verfallen die "Lëtzebuerger Patrioten" offenbar viel lieber in belanglose Sticheleien gegen Asylanten. Soviel zur Effizienz einer solchen Diskussion, die nicht über das reine, niedere Befriedigen vom Triebe sich über andere lustig zu machen und sich selbst in Stärke und Überlegenheit zu wähnen hinweggeht.


Noch ein Beispiel für den subtilen Humor der "Lëtzebuerger Patrioten", bei dem Francis einen äußerst gelungenen Witz formuliert und, beinahe nebensächlich, da es ja nur im Kontext einer harmlosen Witzelei ist, "Drecksjugo" hinausposaunt. Woraufhin "Angel Heart"(alleine solch einen an prepubertäre Schutzengelsphasen erinnernden Namen zu tragen zeugt schon von der Reife des Verfassers der Kommentare)kontert: "Habe gefunden in Cactus auf Parking.lol" Gut dass sie noch hastig ein "lol" an ihren Beitrag anklebt, ansonsten hätte dieser Witz, der auf äußerst plumpe Art und Weise mit Klischees umspringt, wohl kaum irgendwelche Reaktionen der Belustigung hervorgerufen. 
Oh, und dann möchte sie natürlich lieber "frecken" anstelle die doppelte Nationalität zu tragen und wieviel lieber sie Luxemburgerin bleiben würde. Hat irgendjemand zu einem Zeitpunkt erwähnt dass man sie dazu zwingen würde? 
Dan schaltet sich dann mit dem allumfassenden philosophischen Ausspruche "Wahrheit tut den Leuten weh" ins Gespräch ein. Welch kluge Beobachtung! Dan Schmitz schert sich munter weiter kaum darum, als Rassist betitelt zu werden, während Francis Soumer  hoffnungslos versucht die Aussagen seines wieder einmal auffällig gewordenen Patriotengeschwisters zu mildern. Er behauptet, sie, also die "Lëtzebuerger Patrioten", seien keine Rassisten. Nun, ihren Vorstellungen nach sind sie wohl keine(oder jedenfalls nicht öffentlich), aber der objektive Betrachter - "déi do baussen" - scheint mal wieder falsch zu liegen und sie fälschlicherweise als Rassisten bezeichnet. Hier wird jedoch rasch der Widerspruch seines Satzes ersichtlich - wenn nur sie selbst "wissen", das sie keine Rassisten sind, wer prüft dann, ob dieses rein subjektive und innerhalb der Gruppe vorliegende Wissen, auch objektiv stimmt? 

Dan Schmitz kommt dann wieder gleich mit einem alles hinwegfegenden, stichfesten Argument: die Indiander hätten ja auch ihr Land gestohlen bekommen. Der Vergleich ist neben seiner schieren Absurdität geradezu eine Verhöhnung der Gräuel, die die Indianer durchleben mussten. Luxemburger sind noch längst nicht die Ureinwohner dieses kleinen Stückchen Landes und werden auch nicht zahllos von kolonisierenden Europäern dahingemetzelt, missioniert und umgepolt und in Reservate gesteckt. Dan Schmitz hängt noch den sehr hilfreichen Vorschlag "politicker mussen ab bum bum" an seine Aussage, ohne jedoch weiter darauf einzugehen, was er denn nun konkret verbesseren würde, außer gleich allen Ausländern die Zugänge nach Luxemburg zu verschließen.

Vom Elan des traurigen Nationalstolzes gepackt, schwingt Francis auch gleich eine große Rede die mich mit ihrer kreischend simplen Rhetorik sosehr ergreift wie das Schicksal der armen Softdrinkflasche die letztens grausam vor dem Luxemburger Bahnhof überfahren wurde. Man beachte die "!", die auch hier wieder in umtriebigen Rudeln auftreten, um die fehlende Aussagekraft seiner austauschbaren, simplen und wenig konkreten Sprüche zu kaschieren. "Ein richtiger Luxemburger"...ich frage mich wie Francis diesen überhaupt definiert. Schließlich gibt es unser Land de facto erst seit 1830 - sollte ein richtiger Luxemburger seinen Stammbaum also bis dorthin zurückverfolgen können und über ja keine Ausländer darin verfügen, die seine Zweige vergiften?
Oh, und wir sind alle "Weicheier" geworden, die nicht mehr für ihr Land aufstehen. Nein, Francis - wir haben nur mittlerweile begriffen, dass die Liebe zu einer Nation die Menschheit in ihrem Bestreben nach einer besseren, friedvolleren Welt nicht mehr voranbringt. 

Nachfolgend erhält man dann einen weiteren Blick in die groß angelegten Pläne der Patrioten. Ich freue mich schon äußerst darauf, wenn sie ihre "Pressekontakte" ausspielen um endlich zu Wort zu kommen - spätestens dann sollte ganz Luxemburg auf ihre brillanten rhetorischen Fähigkeiten, ihren subtilen Humor und die latente Ausländerfreundlichkeit aufmerksam werden.
Hier schimmert dann auch wieder die Paranoia gegen linksgerichtete(wobei alles was nicht in irgendeiner Form konservativ und/oder patriotisch eingestellt ist für die Patrioten wohl Linksextremismus darstellt)Organisationen und Parteien durch.
Werte Patrioten, ich bin weder bei der Asti noch bei den Linken, und dennoch bin ich nicht mit eurer Weltsicht einverstanden. Das ist euren Aussagen zufolge doch eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, da ich als vollwertiger Luxemburger väter- und mütterlicherseits eigentlich geradezu auf euren patriotischen Zug aufspringen müsste. Irgendwie sollte die Paranoia da doch breitere Züge annehmen, ansonsten entgeht euch noch eine Gefahrenquelle!

Fremdenfeindliche und auf Klischees reduzierende Aussagen sind bei den "Lëtzebuerger Patrioten" natürlich auch inexistent, wie dieses Beispiel, bei dem es um eine angeblich illegale, von aus Ex-Jugoslawien stammenden Asylanten betriebene Pizzeria ging, deutlich zeigt.

Man achte auch auf die äußerst gelungenen Metaphern, die die Patrioten anwenden, um ihre Gedanken zu illustrieren. "Hämorriden" und "Luxemburgs Arsch" sind natürlich Ausgeburten einer wunderbaren Ausdrucksweise, die nur so von der Subtilität und Überlegtheit der Gedanken des Verfassers zeugt.
Jhempi Van Der Biff vertraut da lieber doch auf die weitaus weniger profane Pickel-Metapher:

Die Metaphern zeigen in ihrer Explizität jedoch sehr deutlich, was die Patrioten von den Ausländern halten und wie man mit diesen "Mitessern" verfahren sollte - ein "Skalpell" zur Hand und weg damit. Hat da jemand geglaubt er könne seine fremdenfeindlichen Aussagen leichter und glaubwürdiger hinter plumpen und unappetitlichen Metaphern präsentieren?

Auch Portugiesen, die mittlerweile fest in der luxemburgischen Gesellschaft verankert sind, werden noch immer gerne von den Patrioten als Objekt des Spotts herangezogen und abwertend als "Guallen" beschimpft. Und wieder holt auch Scheitler Hubert nur mit hohlen Phrasen zum Rundumschlag aus, anstelle differenzierte Aussagen zu formulieren, die auch eventuell einmal Lösungansätze anbieten.

Und wieder einmal lässt Jhempi Van Der Biff ein dieser haarsträubenden, eklatant an jeglichem Verständnis für Humor mangelnden und nicht zum Kontext passenden Witzeleien vom Stapel, die einem nur noch ein trauriges Lächeln des Mitleids für soviel Ignoranz auf die Lippen zaubern.

Francis Soumer fragt mittlerweile auch, sich seiner hohen Stellung bei den "Lëtzebuerger Patrioten" mehr als bewusst, nach "Exklusivinterviews" bei der renommierten Zeitung "Lëtzebuerg Privat". In einer Zeitung, auf deren Frontseite diverse Mädchen ihre körperlichen Extremitäten zur Schau stellen, deren Inhalt sich fast ausschließlich um Mord und Totschlag, Drogen, Sex und andere gemütliche Themen dreht und die verpixelte Bilder von Google als Fotomaterial benutzen, aufzutreten wird natürlich sehr der Glaubwürdigkeit der "Lëtzebuerger Patrioten" zuträglich sein.

Schmitz' Familienclan ist auch sehr umtriebig und bezeichnet die "Wortgefechte", die sich Dan Schmitz mit seinen Gegnern geliefert hat, zugunsten von Dan Schmitz als "Spielschule". Ich möchte nur einmal darauf hinweisen, sich die kindischen Blödeleien der Patrioten bezüglich von Ausländern anzusehen - wer solch einen Unsinn verzapft dürfte wohl kaum das Recht besitzen Unterhaltungen mit Leuten die seine Ideologie anzweifeln und versuchen wenigstens ein sachliches und normales Gespräch zu führen als kindisch zu bezeichnen.

Und wieder einmal suhlen sich die Patrioten in Vulgaritäten und aus der Luft gegriffenen Vergleichen. Die Politik wird als "Wixclub" bezeichnet, Ausländer wiedereinmal als "Wouscht", und Dan Schmitz wirft einmal wieder ein Glanzstück seiner rhetorischen Künste in die Diskussion und fordert ganz simpel und einfach "ABSCHIEBUNG". Und dann bricht auch wieder die Paranoia unter den Patrioten aus, die dies hinter Zwinkersmileys und lockerem Ton zu verbergen versuchen - sie bezeichnen Luxemburger als DDR-Stasi-Staat, bei dem die Asti, die linksgerichteten Politiker und alle ihre Feinde unter einer Decke stecken, sie ausspionieren und ihnen abends auflauern um ihren Briefkasten zu bemalen. Nun, ich frage mich allerdings noch immer worin die Verbindung zwischen derplötzlichen Nennung der "Stasi" und den vorangegangenen Beiträgen besteht, aber sei's drum, Kontinunität scheint den "Lëtzebuerger Patrioten" schon seit jeher nicht besonders zu liegen.


Es rückt die Vereinigung der "Lëtzebuerger Patrioten" natürlich auch in ein gutes Licht wenn sie "Relationen zu Norwegen" besitzen und den Drang darin sehen, "internationale Kontakte" zu knüpfen, wenn man bedenkt, was ein extremer Angehöriger - ohne die "Lëtzebuerger Patrioten" jedoch mit ihm gleichstellen zu wollen, die sind vergleichsweise harmlos -  der gleichen politischen Strömung dieses Jahr in Norwegen angerichtet hat.

All die vorangegangen Aussagen sind aber nichts im Vergleich zum folgenden Beitrag:

Gefolgt von Dan Schmitz' irren Zukunftsvisionen folgt einer der schlimmsten Euphemismen, die mir in letzter Zeit widerfahren sind. Er setzt die EU-Politiker mit Hitler gleich und fragt nach dem Unterschied zwischen ihnen. Nun, Dan, den und viele andere möchte ich gerne aufzählen, obwohl diese eigentlich doch jedem schon längst bekannt sein sollten.
Hitler war verantwortlich für die Deportierung und den Tod von 6 Millionen Juden, einen Weltkrieg, der ganze Generationen in ein Trauma stürzte und für das Sterben von über 50 Millionen Menschen - in der EU jedoch leben wir nun in einer der längsten Friedenszeiten seit Anbeginn der Geschichte, mit geöffneten Grenzen und näher zusammenrückenden, eng zusammenarbeitenden Ländern, die sich nicht mehr um das eigene nationale Wohl, sondern das ganz Europas und der Welt sorgen. Wo haben da noch einschränkende nationale Gedanken wie die der "Lëtzebuerger Patrioten" Platz?


Ein gewisser Jean-Paul Scheikin treibt das Ganze noch auf die Spitze und behauptet, Hitler wäre mit seinem Vergleich dazu eine kleine Laus gewesen.
Stimmt, ist ja nicht so als hätte er einen ganzen Genozid und viele weitere Menschheitsverbrechen verursacht, die EU mit ihrem "vierten Reich" ist da natürlich weitaus schlimmer.
Bei solchen, zur schieren Fassungslosigkeit anregenden Aussagen wird erst die wahre Ignoranz und gefährliche Ideologie der "Lëtzebuerger Patrioten" ersichtlich.
Abgesehen von der schier unglaubliche Annahme, es gäbe nur einen Unterschied zwischen Hitler und der EU, nämlich, dass sie damals alles mit Waffengewalt durchgesetzt hätten - wieso nennt Eric Hitler beim Vornamen? Klingt so als würde er ihn fast als Kumpel behandeln.

Bei den beiden letzten Aussagen fällt mir nicht vielmehr als einfach nur noch entsetztes Kopfschütteln ein. Soviel Ignoranz und blanker, höhnischer Euphemismus gebündelt zu solchen Aussagen, dass damals wenigstens jeder Arbeit gehabt hätte, ruft einfach nur noch puren Ekel hervor.

Nun, und mit genau solchen Menschen sympathisiert auch Joé Thein, Gemeinderatmitglied in Pétingen, der auf der Seite der "Lëtzebuerger Patrioten" bei den Protesten gegen das Einziehen der Asylanten in die Container nahe der Péitenger Schule stand:



Nun stellt sich natürlich die Frage, ob die Menschen von Pétingen wirklich einen ADR-Politiker im Gemeinderat sitzen haben wollen, der mit Leuten sympathisiert die die Kriegsverbrechen Hitlers euphemisieren und sich offen fremdenfeindlich äußern.

Ich werde euch natürlich auch in Zukunft weiterhin auf dem Laufenden über weitere Entwicklungen bei den Patrioten halten,
Mit freundlichen Grüßen,
Maxime